Mein erster Goldhamster ist vor etlichen Jahren am 1. Weihnachtsfeiertag verstorben. Ich war in der Woche zuvor jeden Tag mit ihm beim Tierarzt, dieser konnte jedoch nicht mehr viel tun. Mein Krümel war stolze 4 1/2 Jahre, was für einen Hamster schon uralt ist. Nach seinem Tod ist für mich eine Welt zusammengebrochen und ich wollte unbedingt einen neuen Goldhamster haben. Über das Fest hab ich alles vorbereitet für ein neues Hamsterli, auch wenn ich noch ständig an meinen Krümel denken musste, der ein schönes Grab im Garten bekommen hatte. Am 02. Januar war es dann soweit: der Ausflug in die Tierabteilung eines Baumarktes. Die Verkäuferin war ziemlich mies drauf, ich hab sie wahrscheinlich gerade bei ihren Tätigkeiten gestört. Sie hat mich zu dem Hamstergehege geführt und da wurde ich bereits das erste Mal stutzig: Die Hamster waren in einem Raum mit Wellensittichen, Kanarienvögeln, Nymphensittichen und Co. Es war eine gigantische Lautstärke in dem Raum -für die schlafenden Hamster muss das die Hölle gewesen sein.


Die Verkäuferin öffnete den Käfig, es roch sehr modrig und nach Urin. Man hat keinen Hamster gesehen, denn es waren alle Hamster in dem großen Schlafhaus, welches in der Mitte des karg eingerichteten Käfigs stand (Futternapf, Trinknapf und Schlafhaus - kein Rad oder ähnliche Beschäftigung). Als die Verkäuferin das Haus anhob, waren von den 11 Hamstern nur noch 4 Stück lebendig. Die anderen Hamster lagen tot im Schlafhaus. Einer der 4 Hamster war offenbar krank, denn er hatte verklebte Augen und Rotz an der Nase. Aus Mitleid hab ich diesen ausgewählt. Die Frau hat mir leicht angepisst den Hamster gegeben und das Schlafhaus wieder zugemacht, ohne die leblosen Tiere, die offenbar über die Feiertage dort gestorben sind, zu entfernen. Im Gegenteil - einige der toten Hamster wurden dann durch das Absetzen des Schlafhauses zwischen Boden und Haus eingeklemmt...

Im Nachhinein betrachtet war es falsch, den kranken Hamster zu kaufen. Allerdings konnte ich ihn gesund pflegen und er war ein wirklich tolles Tier. Leider ist er mit seinen 3 Jahren nicht ganz so alt wie sein Vorgänger geworden, aber er hatte dennoch ein glückliches Leben. Das war mein zweiter von insgesamt drei Hamstern.


Mittlerweile habe ich keine Hamster mehr, sondern mongolische Wüstenrennmäuse. Die Renner wurden zu früh von ihrer Mama getrennt und sollten Schlangenfutter werden. Die beiden Mädels aus dem Wurf leben schon seit gut einem Jahr bei mir und machen sich ganz gut.

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Aufklärungsprojekt gegen den Lebendtierverkauf in Zoohandlungen [-cartcount]