Viele Menschen, die sich ein Tier anschaffen möchten, kennen gar keine Alternative zur Zoohandlung.

Diesen Umstand möchte ich hier gern ändern.

Alternativen zur Zoohandlung


• Das Tierheim


Nicht nur Hunde, Katzen und Kaninchen sitzen im Tierheim und warten auf ein neues Zuhause. Auch Ratten, Mäuse, Degus, Hamster uvm. landen durch verschiedene Schicksale dort. Oft bekomme ich zu hören, dass im Tierheim ja nur "uralte und gestörte" Tiere sitzen, die ein Zuhause brauchen.

Doch das ist nicht richtig. Gerade bei Nagern ist es meistens so, dass es sich um junge Tiere handelt. Dies hat seine Ursache darin, dass die Menschen Tiere in Zoohandlungen kaufen, diese sind tragend, werfen und die neuen Besitzer wissen nicht wohin damit. Also landen die Jungtiere im Tierheim.

Doch auch aus Wohnungsräumungen, von überforderten Haltern oder Kindern, die sich gegen die Erlaubnis der Eltern Tiere angeschafft haben, sind Tiere dort zu finden.

Auch besondere Farben und Zeichnungen sind oft im Tierheim zugegen.

Und gestört oder gar bissig sind die wenigsten Tiere. Und wenn sie es sind, dann sind die Vermittler verpflichtet, dies dem Interessenten mitzuteilen. Da die Tierheimmitarbeiter größtes Interesse daran haben, dass das vermittelte Tier nicht zurück ins Tierheim kommt, werden sie wirklich psychisch kranke oder bissige Tiere nur an Menschen vermitteln, von denen sie wissen, dass diese damit umgehen können. Also nicht an Anfänger. 

Fast alle deutschen Tierheime sind hier gelistet:




• Vereine und Organisationen


Abgesehen vom obligatorischen Tierheim gibt es viele verschiedene Vereine und Organisationen, die den verschiedenen Tierarten helfen. So gibt es z.B. fast für jede Hunderasse einen Verein und auch Katzenhilfen. Ja, es gibt sogar Pferdehöfe und eine Nothilfe für Schweine. Doch auch die kleinsten unserer Haustierrassen haben gute Engel, die für sie kämpfen. Beispielsweise die Hamsterhilfe Nord, die Hamsterhilfe NRW oder die Hamsterhilfe Süd-West. Auch die Deguhilfe Nord, Deguhilfe West und Deguhilfe Süd gibt es.

Sogar für kleine Schadnager *augenzwinker* wurde ein Verein gegründet: Der Verein der Rattenliebhaber und -halter in Deutschland e.V. mit regionalen Gruppen in ganz Deutschland. Und es gibt da nicht nur diese eine Anlaufstelle. Auch Rattenhausen, Rattenfreunde Nürnberg oder im Rattenforum.de findet man junge, alte, einfarbige und bunte Rattis, die ein Zuhause brauchen.

Es gibt auch verschiedene Vereine, die sich allen Nagern gleichzeitig verschrieben haben, wie z.B. der Nagerschutz. All diese Organisationen vermitteln deutschlandweit und haben auch Pflegestellen in ganz Deutschland verteilt.

Reisen können die Tierchen in ihr neues Zuhause beispielsweise mit einer Mitfahrgelegenheit. Daher ist eine gewisse Entfernung keine Ausrede mehr.

Ja, auch Reptilienauffangstationen und Nothilfen gibt es, so dass der Kauf dieser zarten Geschöpfe ebenfalls nicht in der Zoohandlung notwendig ist. So z.B. die Reptilienhilfe Nord, die Reptilienhilfe Osnabrück oder Reptilienauffangstation in München.




• private Vermittlung


Leider kommt es in Deutschland viel zu oft vor, dass ein Tier aus ernsthaften, guten Gründen abgegeben werden muss. So treten leider unerwartet Allergien bei irgendwelchen Familienmitgliedern auf oder die finanzielle Lage hat sich unverschuldet drastisch geändert. Auch Schicksalsschläge (z.B. Todesfälle oder eine schwere Krankheit) können jemanden dazu veranlassen, ein neues Zuhause für sein geliebtes Tier suchen zu müssen.

Aber es gibt auch Menschen, die sich Tiere angeschafft haben und dann einfach keine Lust mehr auf sie haben. Die Tiere können in dem Fall natürlich nichts dafür und brauchen eine neue Unterkunft. 

In solchen Fällen ist es immer wundervoll, wenn sich jemand findet, der dem Tier ein schönes Zuhause geben kann. Seriöse private Vermittlung findet am ehesten in Internetforen statt, die sich auf die Tierart, die man sich anschaffen möchte, spezialisiert hat. Bei Anzeigen auf Kleinanzeigemärkten muss man immer vorsichtig sein, dass man an keinen Vermehrer gerät, der nebenbei noch Zoohandlungen beliefert. Denn in dem Fall hat man leider nichts gewonnen.

Daher sollte man bei der privaten Vermittlung immer möglichst viele Fragen stellen und auch auf sein Bauchgefühl hören.

 


• seriöse Züchter


Fast jede Tierart wird von irgendjemandem auf seriöse, fachmännische Art nachgezüchtet. Ich selbst bin kein Züchter-Fan. Mein Herz schlägt für Notfellchen. Aber ob man eine Zucht nun unterstützen möchte oder nicht, so muss man doch zugeben, dass es immer noch besser ist, ein Tier von einem seriösen Züchter zu kaufen, als in einer Zoohandlung.

Ein seriöser Züchter kennt sich mit Genetik aus, zeigt dem Interessenten die artgerechten Gehege, die Elterntiere und steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Auch nimmt ein seriöser Züchter seine vermittelten Schützlinge zurück, wenn z.B. eine Allergie auftritt oder sonstige unlösbare Probleme. Auf der sicheren Seite befindet man sich, wenn der Züchter mit einem Übernahmevertrag einverstanden ist oder ihn sogar von sich aus vorschlägt.

 

Schaut euch die Zucht vorher an. Lasst euch die Haltung und die Elterntiere zeigen und stellt möglichst viele Fragen. Ein seriöser Züchter hält seine Tiere artgerecht und behandelt sie liebevoll. Er kann einem gute Ratschläge und Tipps zur Haltung, Pflege, Ernährung oder Vergesellschaftung geben. Und googelt "euren" Züchter, bevor ihr Tiere von ihm übernehmt. Ein guter Züchter hat auch einen guten Ruf. 

Für viele Tierarten gibt es in Deutschland auch Zuchtvereine, die man über Google schnell und einfach finden kann. Einige seriöse Züchter unterstützen auch diese Seite und sind unter den Partnerlinks zu finden.

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